Lehrer wollen Eltern von Dicken Hartz IV kürzen
Angesichts immer mehr übergewichtiger Menschen hat der Deutsche Lehrerverband schärfere Maßnahmen zur Vorbeugung schon an Schulen gefordert. Verbandspräsident Josef Kraus verlangte in der ?Bild"-Zeitung eine stärkere Einbindung der Schulärzte bei ?regelmäßigen Pflichtberatungen mit Gewichtskontrolle", um bei Auffälligkeiten die Elter
- 6 يونيو 2010
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Um Übergewicht von Kindern zu bekämpfen, fordert ein Lehrerverband Gewichtskontrollen für Schüler.
Angesichts immer mehr übergewichtiger Menschen hat der Deutsche Lehrerverband schärfere Maßnahmen zur Vorbeugung schon an Schulen gefordert. Verbandspräsident Josef Kraus verlangte in der „Bild"-Zeitung eine stärkere Einbindung der Schulärzte bei „regelmäßigen Pflichtberatungen mit Gewichtskontrolle", um bei Auffälligkeiten die Eltern zu warnen und zur Not Behörden einzuschalten.
"Gesundheitliche Vernachlässigung bis hin zur Verwahrlosung ist ein Vergehen", sagte Kraus. „Wenn sich Eltern nicht um gesunde Ernährung und genügend Bewegung ihrer Kinder kümmern, ist das im Extremfall der Einstieg in Kindesmisshandlung." In letzter Instanz müssten auch Leistungen wie Kindergeld oder Hartz IV gekürzt werden, um Eltern zum Handeln zu bewegen.
Auch der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Karl Lauterbach, sprach sich dafür aus, Übergewicht künftig konsequenter zu bekämpfen. „Hausärzte sollten regelmäßige, gründliche Gewichtsberatungen durchführen und vor den schweren gesundheitlichen Risiken warnen, zu denen Übergewicht führt."
Dies würde „viel persönliches Leid und hohe Folgekosten für die Gesellschaft" vermeiden. Übergewicht greife das Herz an und erhöhe die Gefahr, an Bluthochdruck, Zucker, Krebs, Asthma zu erkranken. Übergewichtige würden außerdem im Alter öfter pflegebedürftig.
Die Mediziner sollten den Zusatzaufwand separat vergütet bekommen, forderte Lauterbach. Es müsse eine Pauschalhonorierung geben, die den Mehraufwand abdecke. Zusätzlich solle der Gesetzgeber die Verwendung gefährlicher „Tranks-fette" beschränken, die unter anderem Blutgefäße direkt beschädigten. Diese Fette würden etwa in Billigbackwaren aus dem Supermarkt und frittierten Lebensmitteln stecken.
Wissenschaftler der Universität Ulm haben außerdem festgestellt, dass Kinder deutlich häufiger Asthma bekommen, wenn sie mehrmals in der Woche Hamburger und ähnliches Fast Food essen. Hamburger und gezuckerte Getränke an sich seien wohl kein unmittelbarer Grund für die Atemwegserkrankung, betonten die Forscher in ihrer Untersuchung in der Fachzeitschrift „British Medical Journal". Aber sie seien ein Hinweis auf ein größeres Bündel an Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, die Asthma begünstigten.
Die Wissenschaftlerin Gabriele Nagel und ihre Kollegen werteten Angaben zu 50.000 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren aus 20 verschiedenen Ländern aus, wie es im „British Medical Journal" hieß. Die Eltern sollten beschreiben, was ihr Kind isst und ob es Asthma oder schwere Atembeschwerden habe.
Bei der Auswertung habe sich gezeigt, dass die Ernährung keinen Einfluss auf Allergien habe, die durch Gräser, Pollen und ähnliches ausgelöst werden. Wohl aber habe sich ein Zusammenhang zwischen den Essensgewohnheiten und Asthma beziehungsweise schwerem Keuchen gezeigt. In ärmeren Ländern sei die Asthma-Häufigkeit allerdings nicht bedeutend höher, wenn ein Kind dreimal oder öfter in der Woche einen Hamburger esse
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